"Ein Grashalm wächst nicht schneller, wenn man daran zieht." (Maria Montessori)
Die Orientierungsklasse wurde an unserer Schule im Schuljahr 2007/2008 eingerichtet. Wir wollen mit dieser Einrichtung die Aufgabe und Verantwortung der sonderpädagogischen Lernförderung im Bereich der frühen Förderung wahrnehmen. Unsere Arbeit ist dabei auch als präventive Maßnahme zu sehen: Wir möchten Kinder stärken und fördern, Familien unterstützen und beraten und Hilfe- und Unterstützungssysteme vernetzen.
"Kinder stark machen, dass sie in schwierigen Lebenslagen bestehen."
In einer Kleingruppe von acht Schülerinnen und Schülern haben die Kinder die Möglichkeit, Aufmerksamkeit, Zuwendung und Wertschätzung zu erfahren. Ausgehend von ihren Fähigkeiten und Stärken können sie in einer vertrauensvollen Umgebung Selbstbewusstsein und Selbstvertrauen entwickeln. Wir wollen die Gesamtpersönlichkeit der Kinder stärken und so wirken, dass sich Entwicklungsrückstände und Lernschwierigkeiten nicht manifestieren.
"Die Entwicklung des Kindes ist ein Wechselspiel von Eigenaktivität und Angeboten der Umwelt."
Im Sinne von "Schule ist veränderbar und passt sich den Kindern an" richten sich unsere Inhalte nach den Bedürfnissen, Voraussetzungen, Fähigkeiten und Interessen der Kinder. Wir möchten die Kinder ganzheitlich fördern und ihnen Raum, Zeit und Anregung für ihre körperlich, geistige, sprachliche, soziale und emotionale Entwicklung geben. Wichtig ist uns neben der Förderung von schulischen Lernvoraussetzungen auch das freie Spiel. Gezielte Förderung und spontanes Lernen sollen in einem Wechselspiel stattfinden. Wir sehen die Kinder in dem Spannungsfeld von Schonbedürftigkeit und Leistungsbereitschaft. Wir wollen ihnen Zeit lassen, aber auch zum Lernen auffordern. Geduldiges Warten und Anspornen finden dabei eine Einheit. Die Kinder sollen sowohl mit selbstbestimmtem als auch mit fremdbestimmtem Lernen vertraut werden.
"Gemeinsam für das Wohlergehen des Kindes."
Indem uns Eltern ihr Kind anvertrauen, geben sie ihr Wertvollstes in unsere Hände. Auf der Grundlage dieses Vertrauens wollen wir eine Erziehungspartnerschaft bilden. Durch gemeinsame Gespräche und Erfahrungsaustausch, durch Beobachtung und diagnostische Testverfahren, durch Kontakte zu Therapeuten und außerschulischen Fördereinrichtungen und durch die Kooperation mit der Grundschule wollen wir zu einem umfassenden Bild des einzelnen Kindes gelangen. Auf dieser Basis wird nach einem Schuljahr ein Schul- und Entwicklungsbericht erstellt und eine Empfehlung für die weitere Schullaufbahn gegeben. Bericht und Empfehlung sollen den Eltern Unterstützung und Hilfe bei der Wahl der richtigen Schule für ihr Kind sein.